Naturliebhaber und Sportler lieben die Region Serra da Estrela Im südlichsten Teil der historischen Provinz Beira Alta liegt das größte Gebirgsmassiv des portugiesischen Festlandes, die Serra da Estrela. Die Region Serra da Estrela grenzt im Norden an die Region Dão-Lafões und steigt bis knapp 2.000 Meter an. Dazu gehört der höchste Berg des portugiesischen Festlandes, der 1.993 Meter hohe Torre.  | Kleiner Wasserfall in der Serra da Estrela. Foto: Paulo Magalhães / ICEP Frankfurt |
Die Serra da Estrela wurde 1976 zum schützenswerten Naturpark erklärt. Das Gebiet umfasst 100.000 Hektar der Landkreise Covilhã, Celorico da Beira, Gouveia, Guarda, Manteigas und Seia. Direkte Zugänge zum Park gibt es bei Covilhã, Celorico da Beira, Gouveia und Seia. Nackte Felskuppen, hufeisenförmig ausgewalzte Täler, riesige gespaltene Granitblöcke und einige frühere Gletscherseen sind Zeugen der Eiszeit im Estrela-Gebirge. Das Bergmassiv besteht aus Hochebenen, die von einigen Gipfeln wie dem Torre und dem Cântaros überragt werden. Tief eingegraben in diese Plateaus sind Flusstäler, wie das Gletschertal des Zêzere, der hier entspringt. Am nördlichen Ende dieses Hochtals liegt das Thermalbad Caldas de Manteigas. Der Ort liegt etwas 750 m hoch und hat 5.000 Einwohner. Hier entspringen einige schwefelhaltige Quellen, von denen die wärmste eine Temperatur von 42,8 Grad hat. Kurgäste behandeln hier rheumatische und dermatologische Beschwerden. Oberhalb des Ortes und des Tales befindet sich die Quelle des Flusses Mondego nahe der Pousada São Lourenço. Weiter im Süden liegt bei Penhas da Saúde auch Portugals einziges Wintersportgebiet. Bei der Gründung des Ski-Clubs von Portugal wurden 1932 die ersten Skihütten erbaut. Inzwischen gibt es auch Hotels und Pensionen. Aber trotz dreier Ski-Lifte und einiger guter Abfahrten lässt es sich nicht mit den itteleuropäischen Skigebieten vergleichen. Gesicherte Schneeverhältnisse gibt es von Dezember bis März nur oberhalb von 1.500 Metern. Im Sommer ist das Estrela-Gebirge ein Paradies für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Große Teile des Gebirges gehören inzwischen zum Naturpark Serra da Estrela, durch den ervorragende Wandertouren verlaufen. Die Naturparkverwaltung hat sie angelegt, unterhält sie und schafft neue Routen. Eine brauchbare Ausrüstung, gute Kondition und etwas Erfahrung braucht man für alle Wanderungen in diesem Gebiet. Zwischen den Felsen grasen Ziegen und Schafe, aus deren Milch der Queijo da Serra gemacht wird. Pinien, Kastanien und Buchen rahmen frische Bergalmen ein, die von kleinen Bächen durchflossen werden. Die schönsten Picknickplätze liegen zwischen Birken und Zitterpappeln oder an Wiesen voller Knabenkraut-Orchideen und weißen Margaritten. Die Estrela-Berge sind auch Lebensraum für viele seltene Vögel und auch Schmetterlinge gibt es zuhauf. Der Abstieg zum Dorf Manteigas mit der Thermalquelle oder die Wanderung zum Poço do Inferno sind lohnende Tagestouren.  | Impression. Foto: Paulo Magalhães / ICEP Portugal |
Die Nähe des Atlantiks wirkt sich auch in diesen Höhen auf das Klima aus und ewirkt, dass im Winter die tiefsten Temperaturen bei minus 5 Grad und die höchsten bei plus 10 Grad liegen. Die Sommertemperaturen steigen selten über 22 Grad. Das Estrela-Gebirge verzeichnet die höchsten Niederschlagsmengen in Portugal. Auch unzählige Quellen entspringen hier, bilden Bäche und Flüsse und speisen Seen und Wasserfälle. Das Wasser der gesamten Estrela-Region hat beste rinkwasserqualität. Portugals höchstgelegene Stadt ist das wehrhafte Guarda in den Nordostausläufern des Estrela-Gebirges. Die Stadt liegt auf 1.057 m Höhe und hat heute etwa 20.000 Einwohner. Während der Reconquista, der Wiedereroberung, war diese Stadt hart umkämpft. Am Ostrand der Serra da Estrela liegen zahlreiche historisch alte und an Monumenten reiche Orte wie das Städtchen Belmonte, indem der Brasilienentdecker Pedro Álvares Cabral geboren wurde, oder Sabugal und Sortelha, deren mächtige Maurenburgen während der verschiedenen Auseinandersetzungen mit den Spaniern eine große Rolle spielten. Etwas weiter südlich steigt die Stadt Covilhã an den Hängen des Sternen- Gebirges hinauf. Hier hat der Marquês de Pombal im 18. Jahrhundert die Textilindustrie begründet, um die Wolle der Schafe aus dem Gebirge effizienter verarbeiten zu lassen. Auf dem ursprünglichen Fabrikgelände ist heute die Universität von Covilhã untergebracht, und in der alten Wollspinnerei und Färberei wurde das Woll-Museum eingerichtet. Der Queijo da Serra, der Gebirgskäse, zählt zu den besten und teuersten Käsesorten Portugals und wird im ganzen Land überaus geliebt und geschätzt. Ein besonderes Schauspiel bietet sich Frühaufstehern in der Celorico da Beira, einer kleinen Stadt nordwestlich von Guarda, wo an jedem zweiten Freitag frühmorgens die ausgemachten Käse der Gebirgsbauern versteigert werden. Auf der regenreichen Nordwestseite herrscht eine üppige Vegetation vor, die aus immer grünen Stein- und Stieleichen, Esskastanien, Erdbeerbäumen und anderen Busch-Bäumen besteht. Seia und Gouveia sind Zentren des Kirschanbaus und wenn man zur Reifezeit durch dieses Gebiet fährt, sieht man allenthalben am Wegesrand die Verkaufsstände der Bauern, die frische Kirschen feilbieten. Die trockeneren Südhänge sind meist mit Kiefern und Eukalyptus aufgeforstet. Ab 1.300 Meter Höhe kommt häufig der nackte Fels zum Vorschein. Außer Wandern und Skilaufen kann man in der Serra da Estrela auch Jeep- Safaris und Mountainbike-Touren unternehmen, beides von Covilhã, Seia und Gouveia. Quelle: ICEP Portugal / bearbeitet von pairola-media | Urlaubstipps:Polen :: Segeln in den Masuren :: Warschau Boom-Stadt Schweden :: Urlaubsregion Westschweden :: Golf und Erholung :: Ostseeinsel Gotland :: Westschwedens Küche Portugal :: mehr als die Algarve :: Portugal im Überblick :: Lissabon ist trendy :: Lissabons reizvolle Umgebung :: Golfdorado Lissabon :: Lissabon - Fakten :: Porto - Die Unbesiegbare :: Algarve – mehr als Sonne :: Madeira - mitten im Atlantik :: Wanderen, Golf, Seglen :: Region Serra da Estrela :: Sieben Landschaften :: Pousadas :: Aqui nasceu Portugal :: Manuelinik :: Madeiras Südküste :: Santo António – Volksfest :: Portugals Geschichte :: Fado und Feste :: UNESCO Welterbe :: Algarve beste Golfdestination :: Die Azoren :: Azoren jede eine Reise wert :: In Hochform auf den Azoren :: Weine und Wale :: Wanderparadies Azoren :: São Miguel - heiße Quellen :: Tipps für den Trip |